|
Getting your Trinity Audio player ready...
|
Keyfacts:
- Wohnimmobilienpreise stiegen im 2. Quartal 2025 um 0,9% – Jahresplus aktuell 3,7%
- Agglomerationen und Toplagen zeigen die stärkste Nachfrage, Randregionen stagnieren
- Zinsen bleiben tief (Leitzins 0% seit Juni 2025) – Rückenwind für Käufer und Verkäufer
Die Immobilienpreise in der Schweiz steigen auch im Jahr 2025 weiter. Im zweiten Quartal legten die Preise für Wohneigentum um 0,9% zu – auf Jahressicht ergibt das ein Plus von 3,7%. Damit stellt sich für Eigentümer die zentrale Frage: Lohnt es sich, die aktuelle Nachfrage jetzt zu nutzen, oder ist ein späterer Verkaufszeitpunkt sinnvoller?
Immobilienpreise im Jahresverlauf 2025 – aktuelle Zahlen
Der Schweizer Wohnimmobilienmarkt zeigt seit Jahresbeginn eine klare Aufwärtstendenz. Laut UBS und BFS haben sich die Preise für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser im zweiten Quartal weiter erhöht.
| Quartal 2025 | Veränderung ggü. Vorquartal | Veränderung ggü. Vorjahr | Kommentar |
| Q1 2025 | +0,7% | +3,2% | Stabiler Jahresstart, vor allem Wohnungen gefragt |
| Q2 2025 | +0,9% | +3,7% | Breite Nachfrage, Engpass bei Angebot verstärkt |
| Q3 2025 | +0,8%* | +3,9%* | *vorläufige Daten: Tendenz weiter positiv |
| Prognose Q4 | +0,5–1,0% | +2–4% | Moderate, aber stabile Fortsetzung |
Quelle: BFS, UBS (Stand September 2025)
Nachfrage, Angebot und Finanzierung
Die Nachfrage nach Wohneigentum bleibt vor allem in Städten und Agglomerationen hoch. Kurze Wege zu Arbeit, Freizeit und eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr machen diese Lagen besonders attraktiv. Gleichzeitig bleibt das Angebot knapp: Neubauten verzögern sich aufgrund hoher Baukosten, fehlender Fachkräfte und regulatorischer Vorgaben. Viele Eigentümer halten zudem an ihren Objekten fest, was die Preisentwicklung zusätzlich stützt. Rückenwind kommt von der Finanzierung: Seit der Senkung des SNB-Leitzinses im Juni 2025 auf 0% sind Hypotheken wieder günstiger, was die Kaufkraft stärkt und Kaufentscheidungen erleichtert.
Bewerten Sie Ihre Immobilie einfach, schnell und kostenlos mit der Online-Immobilienbewertung von properti.
Regionale Unterschiede – wo Preise steigen, wo sie stagnieren
Nicht alle Regionen profitieren gleichermassen vom Aufschwung. In Toplagen und Metropolen wie Zürich, Basel oder Genf sowie in touristisch attraktiven Gebieten wie dem Engadin oder dem Berner Oberland steigen die Preise weiter an. Auch Agglomerationen mit guter ÖV-Anbindung – etwa im Aargau oder rund um Luzern – verzeichnen überdurchschnittliche Zuwächse, da sie eine Mischung aus Erreichbarkeit und attraktiveren Preisen bieten. In peripheren Regionen ohne direkte Anbindung stagniert die Nachfrage dagegen, wodurch die Preise stabil bleiben, jedoch kaum Wachstumspotenzial zeigen.

Trends im Wohnimmobilienmarkt 2025
Der Schweizer Wohnimmobilienmarkt wird 2025 nicht nur von Preisbewegungen geprägt – auch strukturelle Entwicklungen und gesellschaftliche Trends beeinflussen Nachfrage und Angebot spürbar. Vier Aspekte stechen dabei besonders hervor:
- Verschiebung hin zu Eigentumswohnungen
Eigentumswohnungen werden stärker nachgefragt als Einfamilienhäuser – sie sind erschwinglicher, pflegeleichter und passen zu urbanen Lebensstilen. - Nachhaltigkeit als Wertfaktor
Käufer achten zunehmend auf Energieeffizienz, moderne Heizsysteme und nachhaltige Bauweise. Objekte mit Photovoltaik oder guter Dämmung sind im Vorteil. - Demografie und „Silver Tsunami“
Während einige Experten eine Verkaufswelle älterer Eigentümer erwarten, zeigen aktuelle Daten: Viele bleiben in ihren Häusern oder übergeben diese innerhalb der Familie. Eine Überlastung des Marktes ist kurzfristig nicht absehbar. - Politische Rahmenbedingungen
Die Abstimmung zur Abschaffung des Eigenmietwerts und die Einführung neuer Liegenschaftssteuern auf Zweitwohnungen könnten mittelfristig Einfluss auf die Verkaufsbereitschaft haben.
Prognose für Q4 2025 – Chancen und Risiken
Die meisten Marktanalysen erwarten für Q4 eine weitere moderate Preissteigerung zwischen 2–4%. In Toplagen könnte das Wachstum darüber liegen.
Chancen:
- Attraktive Verkaufspreise in gefragten Regionen
- Hohe Nachfrage nach Objekten mit guter Infrastruktur oder nachhaltigen Merkmalen
Risiken:
- Zinsanstieg: Sollte die SNB im Jahr 2026 gegensteuern, könnte die Nachfrage abkühlen.
- Steuerliche Veränderungen: Neue Regelungen könnten Verkaufsstrategien beeinflussen.
- Überangebot in Randlagen: Periphere Regionen könnten stagnieren oder leichte Preiskorrekturen erleben.
Fazit & Handlungsempfehlung
Der Schweizer Immobilienmarkt zeigt sich 2025 robust, mit klaren Vorteilen für Verkäufe in gefragten Regionen. Eigentümer sollten den Markt aktiv beobachten, klare Triggerpunkte definieren und bei attraktiven Angeboten flexibel reagieren. Professionelle Unterstützung in Bewertung und Vermarktung erhöht die Chancen, den optimalen Zeitpunkt und Preis zu erzielen.
Lassen Sie sich von unseren Experten umfassend beraten. Erfahren Sie, wie Sie im aktuellen Marktumfeld profitieren.
FAQ – Immobilienpreise Schweiz 2025
Wie entwickeln sich die Immobilienpreise in der Schweiz 2025?
Die Preise für Wohnimmobilien steigen auch 2025 weiter moderat. Laut UBS liegt der Zuwachs im Jahresvergleich bei rund 3,5%. Besonders Zürich, Agglomerationen und touristische Regionen profitieren von anhaltend hoher Nachfrage.
Lohnt sich ein Immobilienverkauf 2025 oder ist Abwarten besser?
In gefragten Regionen mit starker Nachfrage lohnt sich der Verkauf aktuell besonders. In Randlagen mit stagnierenden Preisen kann es sinnvoll sein abzuwarten. Lage, Objektqualität und persönliche Ziele sind entscheidend für die richtige Entscheidung.
Welche Rolle spielt der Leitzins der SNB für den Immobilienmarkt?
Die Stabilität beim Leitzins sorgt für günstige Finanzierungen und unterstützt die Nachfrage. Sollte der Zins jedoch steigen, könnten Tragbarkeit und Kaufkraft vieler Haushalte unter Druck geraten, was Preiskorrekturen auslösen könnte.
Welche Risiken könnten die Immobilienpreise 2025 beeinflussen?
Zu den wichtigsten Risiken gehören ein unerwarteter Zinsanstieg, eine wirtschaftliche Abschwächung, geopolitische Krisen sowie steuerliche Änderungen. In weniger gefragten Regionen könnte zudem ein Überangebot zu stagnierenden oder leicht sinkenden Preisen führen.
Angaben sind ohne Gewähr. Die Informationen dieser Internetseiten wurden sorgfältig recherchiert. Trotzdem kann keine Haftung für die Richtigkeit der gemachten Angaben übernommen werden.