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Keyfacts:
- Die SNB belässt den Leitzins am 11. Dezember 2025 aufgrund der tiefen Inflation und der stabilen Wechselkurslage unverändert bei 0%.
- Die Hypothekarzinsen verbleiben auf einem tiefen, seitwärtsgerichteten Niveau – ohne Aufwärtsdruck.
- Für den Immobilienmarkt bestätigt sich ein stabiles Umfeld: konstante Preise, gute Verkaufschancen und anhaltend hohe Nachfrage in vielen Regionen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat am 11. Dezember 2025 entschieden, den Leitzins unverändert bei 0% zu belassen. Der Schritt wurde breit erwartet, denn Inflation, Konjunktur und Wechselkurs sprechen klar für Stabilität. Für den Immobilienmarkt bedeutet das weiterhin planbare Finanzierungskosten, ein robustes Nachfrageumfeld und stabile Preisstrukturen in vielen Regionen der Schweiz.
Warum die SNB den Leitzins bei 0% bestätigt hat
Inflation bleibt extrem tief
Mit rund 0,1% liegt die Inflation weiterhin deutlich unter den Erwartungen der SNB . Zwar würde eine so tiefe Teuerung grundsätzlich Spielraum für weitere Zinssenkungen schaffen, doch die Nationalbank sieht aufgrund des kaum vorhandenen Deflationsrisikos keinen Bedarf.
Die Preisstabilität erlaubt es der SNB daher, ihren Kurs ohne weitere Intervention fortzuführen.
Negativzinsen bleiben unwahrscheinlich
SNB-Präsident Martin Schlegel betonte erneut, dass eine Rückkehr zu Negativzinsen aufgrund der bekannten Nebeneffekte „eine wesentlich höhere Hürde“ hätte als Senkungen im positiven Bereich. Die Entscheidung vom 11. Dezember bestätigt diese Haltung eindeutig.
Stabiler Franken reduziert Handlungsdruck
Der Franken zeigt sich im Jahresverlauf gegenüber dem Euro stabil. Die EZB hält ihren Zinsabstand zur Schweiz weiterhin aufrecht, wodurch kein zusätzlicher Aufwertungsdruck entsteht. Damit entfällt ein zentraler Grund für kurzfristige Zinsanpassungen.
Konjunktur: moderate, aber stabile Entwicklung
Seco – und KOF-Daten zeigen ein robustes Bild der Schweizer Wirtschaft:
- konstante Beschäftigung
- stabile Inlandsnachfrage
- Entspannung im Export nach Zollsenkungen der USA
Die SNB sieht daher keinen akuten Bedarf, geldpolitisch gegenzusteuern.

Auswirkungen des SNB-Entscheids auf Hypotheken und Zinsen
Die Bestätigung des Leitzinses wirkt unmittelbar auf den Hypothekarmarkt und sorgt insgesamt für ein stabiles Finanzierungsumfeld. Besonders spürbar ist dies bei SARON-Hypotheken, die weiterhin das günstigste Segment darstellen und direkt vom SNB-Entscheid profitieren. Auch im Bereich der Festhypotheken zeigt sich seit Monaten ein seitwärtsgerichteter Trend: Die langfristigen Kapitalmarktzinsen bewegen sich nur leicht und gemäss Raiffeisen bleibt das Zinsniveau voraussichtlich auch 2026 stabil. Für Eigentümer und Kaufinteressierte bedeutet dies vor allem eines: deutlich verbesserte Planbarkeit. Der Entscheid vom Dezember bestätigt, dass kurzfristige Zinsanstiege oder neue Volatilität nicht zu erwarten sind.

Was bedeutet der 0%-Leitzins für den Immobilienmarkt?
Nachfrage nach Wohneigentum stabilisiert sich weiter
Nach zwei eher verhaltenen Jahren (2023–2024) zeigt sich 2025 ein klarer Trend:
- höhere Suchaktivität
- stabilere Finanzierungskosten
- konstante Nachfrage in Wachstumsregionen
ZKB , UBS und Julius Bär erwarten für 2026 eine leicht steigende Transaktionsaktivität.
Preisentwicklung bleibt regional differenziert
Der Entscheid der SNB stützt die Preisentwicklung, die sich nach Regionen unterscheidet:
- Städte : weiterhin hoher Nachfrageüberhang, Preisstabilität bis leichte Steigerungen
- Agglomerationen : zunehmende Attraktivität dank guter Erreichbarkeit
- Periphere Regionen : breit gefächerter Markt, stabile bis leicht positive Entwicklung
Eine breite Preiskorrektur ist nicht erkennbar.
Vermietungsmarkt bleibt unter Druck
Leerstände in vielen Kantonen bleiben auf historisch tiefem Niveau. Die SNB-Entscheidung ändert an der strukturellen Knappheit wenig:
- Angebotsmieten steigen weiter
- hohe Zuwanderung
- unterdurchschnittliche Bautätigkeit
Der 0%-Zins wirkt somit stabilisierend, aber nicht entspannend für den Mietmarkt.
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Einordnung für Eigentümer, Käufer und Investoren
Für Kaufinteressierte schafft der SNB-Entscheid ein Umfeld stabiler Finanzierungskosten, was die langfristige Kalkulierbarkeit verbessert und den Zugang zum Wohneigentum planbarer macht. Gleichzeitig nimmt die Konkurrenz um qualitativ hochwertige Objekte weiter zu, da viele Suchende die stabile Zinssituation als günstigen Zeitpunkt für einen Kauf einschätzen.
Für Eigentümer bestätigt der Entscheid ein Marktumfeld mit guten Verkaufsbedingungen. Die planbare Zinsentwicklung erhöht die Sicherheit bei der Entscheidungsfindung, während die Bewertungen in vielen Regionen stabil bleiben. Damit ergeben sich weiterhin solide Voraussetzungen für Transaktionen, sowohl im stadtnahen wie auch im agglomerationsbezogenen Raum.
Für Anleger bleibt das Renditeprofil attraktiv. Das Mietwachstum wirkt weiterhin als zentraler Treiber der Erträge, insbesondere in Regionen mit strukturell hoher Nachfrage und tiefen Leerständen. Der unveränderte 0%-Leitzins stärkt zudem den Anlagefokus auf Immobilien, da alternative sichere Anlagen im Vergleich weniger attraktiv rentieren.
Fazit: Ein Entscheid, der Stabilität bringt
Mit dem Entscheid vom 11. Dezember 2025 bestätigt die SNB erneut ihre Einschätzung: kein Handlungsbedarf, kein Zinswechsel . Die Schweiz startet mit hoher geldpolitischer Stabilität ins Jahr 2026: ein positives Signal für Hypotheken, Investitionen und den gesamten Immobilienmarkt.
FAQ
Werden die Hypothekarzinsen 2026 steigen oder fallen?
Aktuell bestehen keine Anzeichen für starke Zinsbewegungen. Banken wie ZKB, UBS und Raiffeisen erwarten für 2026 ein überwiegend stabiles Umfeld. Hypothekarzinsen dürften daher in einem engen Korridor bleiben – sowohl für variable wie für langfristige Modelle.
Wie wirkt sich der Dezember-Entscheid der SNB auf die Immobilienpreise aus?
Der 0%-Leitzins stützt die Preisstabilität. In Städten und gut erschlossenen Agglomerationen bleibt die Nachfrage hoch, wodurch Preise stabil bleiben oder leicht steigen können. In peripheren Regionen sind moderate Bewegungen möglich, jedoch ohne klare Korrekturtendenz.
Was bedeutet der 0%-Leitzins für Eigentümer, die einen Verkauf planen?
Der Entscheid stärkt die Liquidität potenzieller Käufer und erhält die Bewertungssicherheit aufrecht. Dadurch bleiben Verkaufschancen in vielen Regionen gut. Eigentümer profitieren von stabilen Preisniveaus und verlässlicher Nachfrage .
Wann könnte die SNB den Leitzins wieder im Frühjahr 2026 wieder anpassen?
Eine Änderung ist nur bei deutlicher Inflationsabweichung, starkem Wechselkursdruck oder einer relevanten konjunkturellen Veränderung zu erwarten. Aktuell deutet die Datenlage auf einen längeren Zeitraum stabiler Zinsen hin. Das nächste Update der SNB bezüglich des Leitzinses wird es am 19. März 2026 geben.