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Hauskauf in der Schweiz 2025: Wie viel Geld ist effektiv nötig?

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  • Für den Hauskauf in der Schweiz sind mindestens 20% Eigenkapital erforderlich, optimal sind rund ein Drittel.
  • Die laufenden Kosten sollten maximal ein Drittel des Bruttoeinkommens ausmachen, um langfristig tragbar zu bleiben.
  • Trotz tiefer Zinsen bleibt der Immobilienmarkt 2025 preisstabil, attraktive Bedingungen für Käufer, aber auch Chancen für Eigentümer, ihren Marktwert zu prüfen.

Wenn Sie sich mit einem Hauskauf in der Schweiz befassen, stellt sich schnell die zentrale Frage: Wie viel Eigenkapital ist nötig, welches Einkommen wird vorausgesetzt und was gilt heute als tragbare Finanzierung? Die Voraussetzungen haben sich in den letzten Jahren verändert, bleiben aber klar definiert. Der folgende Überblick zeigt, mit welchen Summen realistisch gerechnet werden sollte – und worauf auch Eigentümer achten sollten, die über einen Verkauf oder eine Reinvestition nachdenken.


Regel 1: Bruttoeinkommen und Kaufpreis richtig einschätzen


Bevor Sie Immobilienangebote vergleichen oder Finanzierungsgespräche führen, lohnt sich ein realistischer Blick auf das eigene Einkommen. Denn in der Schweiz gilt nach wie vor die Faustregel: Ihr jährliches Bruttoeinkommen sollte mindestens rund 18% des Kaufpreises betragen.


Beispiel: Wer jährlich 100’000 CHF verdient, kann sich gemäss dieser Faustregel eine Immobilie im Wert von rund 550’000 CHF leisten. Diese Berechnung berücksichtigt noch keine Hypothek, sondern dient als Orientierung, um die Tragbarkeit zu prüfen.


Da die meisten Finanzierungen auf zwei Hypotheken basieren, bleibt das Einkommen ein zentraler Faktor: Die erste Hypothek deckt meist 65 – 75% des Kaufpreises, die zweite wird über Amortisation reduziert. Das heisst: Je stabiler das Einkommen, desto flexibler sind die Finanzierungsmöglichkeiten.


Aktuelle Lage (Stand November 2025):


Der hypothekarische Referenzzinssatz liegt bei 1,25%, der SNB-Leitzins bei 0%. Das sorgt für moderate Finanzierungskosten, ändert aber nichts an den grundlegenden Tragbarkeitstests der Banken. (SNB, ZKB)


Regel 2: Mindestens 20% Eigenkapital – besser mehr


Für den Hauskauf Schweiz bleibt Eigenkapital entscheidend. Banken verlangen in der Regel mindestens 20% des Kaufpreises als Eigenmittel. Diese Summe kann aus:


  • Ersparnissen oder Wertschriften,
  • Schenkungen oder Erbschaften,
  • zinslosen Darlehen von Angehörigen,
  • oder einem Vorbezug aus der Pensionskasse (2. Säule oder Säule 3a)

stammen. Letztere Option sollte sorgfältig abgewogen werden, da sie langfristige Auswirkungen auf die Altersvorsorge haben kann.


Je höher der Eigenkapitalanteil, desto günstiger die Konditionen. Denn ein geringeres Risiko für die Bank bedeutet meist tiefere Zinsen. Optimal sind rund ein Drittel Eigenmittel.


Tipp: Wer aktuell (noch) keine ausreichenden Mittel hat, kann mit gezieltem Sparen über Säule 3a und frühzeitige Planung die eigene Position deutlich verbessern. Gleichzeitig bleiben die Kaufpreise in den meisten Regionen hoch – ein Fakt, den auch Eigentümer beachten sollten, wenn sie über Verkauf oder Reinvestition nachdenken.


Regel 3: Laufende Kosten realistisch kalkulieren


Zum Kaufpreis kommen die laufenden Kosten hinzu. Dazu gehören:


  • Hypothekarzinsen
  • Amortisation
  • Unterhalt und Reparaturen
  • Nebenkosten und Versicherungen

Als Richtwert gilt: Diese Ausgaben sollten nicht mehr als ein Drittel des Bruttoeinkommens betragen. Andernfalls gilt das Wohnen als finanziell nicht mehr tragbar.


Im Durchschnitt liegen die jährlichen Wohnkosten bei 20% Eigenkapital bei rund 5 – 6% des Kaufpreises. Die genaue Höhe hängt von Zinsniveau, Lage und Gebäudezustand ab.


Beispiel:


Bei einem Einfamilienhaus mit einem Kaufpreis von 700’000 CHF ergeben sich:
Eigenkapital: 140’000 CHF
Laufende Kosten (≈ 5%): 35’000 CHF pro Jahr / rund 2’900 CHF pro Monat


Damit die Belastung unter einem Drittel bleibt, sollte das Haushaltseinkommen mindestens 105’000 CHF pro Jahr betragen.


Regel 4: Eigenmittelreserven einplanen


Neben dem Eigenkapital sollten Käufer zusätzliche Reserven einkalkulieren – idealerweise 5 – 10% des Kaufpreises. Diese dienen als Sicherheit für:


  • Notariats- und Grundbuchgebühren
  • allfällige Renovationen
  • Bewertungs- oder Umzugskosten
  • unerwartete Ereignisse (z. B. Einkommensausfall)

Auch der Marktwert kann leicht von der Bankbewertung abweichen – in solchen Fällen hilft ein finanzieller Puffer, die Finanzierung dennoch sicherzustellen.


Marktumfeld 2025: Günstige Finanzierung, hohe Preise


Trotz tiefer Zinsen bleiben die Preise in vielen Regionen stabil oder steigen leicht. Laut dem Wüest Partner Immobilienmarktbericht 2025 liegt der durchschnittliche Preis für Einfamilienhäuser in der Schweiz derzeit bei rund 8’700 CHF pro m², in städtischen Regionen teils deutlich höher.


Der tiefe Zins schafft damit zwar Chancen für Käufer, führt aber gleichzeitig zu einer hohen Nachfrage – was die Preise stützt. Für Eigentümer wiederum kann das ein idealer Zeitpunkt sein, den Marktwert der eigenen Immobilie zu prüfen oder über eine Reinvestition nachzudenken.


Fazit: Planung ist der Schlüssel zum erfolgreichen Hauskauf


Ein Hauskauf in der Schweiz bleibt auch 2025 anspruchsvoll, aber machbar – vorausgesetzt, die Finanzierung ist realistisch aufgebaut.


  • Eigenkapital: mindestens 20%
  • Einkommen: rund 18% des Kaufpreises
  • Laufende Kosten: maximal ⅓ des Bruttoeinkommens
  • Reserven: zusätzlich 5 – 10%

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Alle Angaben sind ohne Gewähr. Die Informationen dieser Internetseiten wurden sorgfältig recherchiert. Trotzdem kann keine Haftung für die Richtigkeit der gemachten Angaben übernommen werden.


FAQ


Kann ich ein Haus auch mit weniger als 20% Eigenkapital kaufen?

Theoretisch ja – praktisch wird es schwieriger. Banken dürfen maximal 90% finanzieren, doch viele Institute vergeben Hypotheken nur bei mindestens 20% Eigenmitteln. Unter 20% steigen die Zinsen stark an, und ein Pensionskassenvorbezug ist zwingend nötig. Zudem wird die Tragbarkeit strenger geprüft.

Kann ich Pensionskassengelder für den Hauskauf nutzen?

Ja. Über die Wohneigentumsförderung (WEF) können Gelder aus der 2. Säule oder Säule 3a eingesetzt werden. Ein Vorbezug reduziert jedoch die spätere Rente. Alternativ kann die Pensionskasse verpfändet werden, um Eigenmittel zu erhöhen, ohne Kapital zu entnehmen.

Welche Nebenkosten fallen beim Hauskauf in der Schweiz an?

Je nach Kanton fallen 1,5–5% des Kaufpreises an zusätzlichen Kosten an. Dazu gehören Notariatsgebühren, Grundbuchgebühren und in einigen Kantonen die Handänderungssteuer. Diese Kosten kommen zusätzlich zum Eigenkapital hinzu.

Wie hoch sind die laufenden Kosten für Wohneigentum?

Als Richtwert gelten 5–6% des Kaufpreises pro Jahr, abhängig von Hypothekarzins, Lage und Gebäudezustand. Dazu gehören Zinsen, Unterhalt, Nebenkosten und Amortisation. Diese Belastung sollte im Verhältnis zum Einkommen geprüft werden.

Lohnt sich der Hauskauf 2025 trotz hoher Preise?

Trotz hoher Kaufpreise ist das Umfeld dank tiefer Zinsen attraktiv. Die Nachfrage bleibt hoch, das Angebot knapp. Wer genügend Eigenkapital, stabile Einkünfte und Reserven mitbringt, profitiert langfristig.

Author
Deborah Lattarulo
Deborah Lattarulo verantwortet als Senior Content Manager bei properti die strategische Content-Entwicklung für den modernen Immobilienmarkt. Durch ihre Tätigkeit bei diversen Immobilienunternehmen verfügt sie über ein tiefgreifendes Verständnis für die Bedürfnisse von Käufern und Verkäufern. Als Autorin kombiniert sie diese praktische Erfahrung mit fundiertem Fachwissen, um relevante Einblicke und Orientierungshilfe in der Schweizer Immobilienwelt zu bieten.

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